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Aktion Noteingang
Aktion Noteingang für Toleranz & Zivilcourage oder "Wipperfürth wird orange"Durch den Kontakt zu einer Kürtener Bürgewegung gegen Rassismus wurden W.I.R. auf das Projekt aufmerksam. Es handelt sich bei der AKTION NOTEINGANG um ein Projekt aus Brandenburg, enstanden aufgrund zahlreicher Überfälle auf ausländische Mitbürger Ende 1998.
Durch das Anbringen von grell-orangenen Aufklebern an möglichst vielen öffentlichen Gebäuden und Geschäften, soll ein klares Zeichen für Toleranz und für Zivilcourage gesetzt werden. Der Aufkleber soll einem Menschen in Not zeigen, dass er hinter dieser Tür Hilfe bekommt.
Die Aktion Noteingang wurde im Jahre 2000 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
Zudem wird durch einen Fragebogen die Möglichkeit gegeben, das Stimmungsbild gegenüber Minderheiten in der eigenen Stadt bei den Bürgern abzufragen und später zu analysieren.
W.I.R. bestellten also aus Berlin das nötige Material und zogen mit einigen Aktivisten der W.I.R. und Unterstützern aus den Schulen in die Stadt, um möglichst viele Aufkleber an den (Geschäfts)mann zu bringen und natürlich zu erfahren, was auf unseren Fragebogen angekreuzt werden würde.
Zu unserer Verwunderung war es doch schwieriger, als wir dachten, die Aufkleber in den Geschäften anzubringen! 33.3% der befragten Geschäftsleute wollten ihn nicht aufkleben, da sie Angst vor Sachbeschädigung bzw. evtl. Gewalttaten hatten. 8,3% sahen keinen Sinn in der Aktion und ebensoviele fürchteten Kundenverlust. Etwas paradox dazu war der häufige Hinweis, es gäbe schließlich hier gar keine Neonazis und keine Übergriffe...
Es gab allerdings auch viele erfreuliche Momente und Gespräche, in denen Geschäftsleute den Aufkleber gerne und wie selbstverständlich anbrachten. 17% der Befragten gaben an, den Aufkleber anzubringen, weil sie allen potenziell Betroffenen zeigen wollen, dass ihnen im Notfall die Tür aufsteht.
21,8% wollten damit ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen und 16,2 Prozent gaben an, sie wollten so das Engagement der Aktivisten unterstützen.
Am Ende des Tages und mehr als 100 besuchten Geschäften, hatten W.I.R. in ca. 50% der Geschäfte unseren Aufkleber angebracht und Hinweise zum Umgang mit direkter Gewalt verteilt.
Im Vergleich zu den Kommunen Bergisch Gladbach und Kürten, wo die Aktion bereits durchgeführt wurde, muss die Wipperfürther Aktion schon erfolgreich bewertet werden.
Ganz bitter klingen allerdings verschiedene Aussagen einiger Geschäftsleute im Ohr. Man sollte sich schon die Frage stellen, warum z.B. aus Angst vor Kundenverlust die Aktion abgelehnt wurde. Ist es heute schon geschäftsschädigend, wenn man sich für Werte, wie Toleranz und Zivilcourage einsetzt? Ebenso paradox die Aussage, es gäbe hier schließlich keine Neonazis und Übergriffe, wenn man im nächsten Satz den Aufkleber ablehnt, weil man Sachbeschädigung fürchtet.
Schade auch, dass in den nächsten Tagen wieder viele der Aufkleber aus den Geschäften entfernt wurden.
W.I.R. werden in die Richtung weiterarbeiten, die Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit immer wieder in die Öffentlichkeit zu stellen!
Mit dieser Aktion ist das zumindest schon mal gelungen.
Info-Homepage
Durch das Anbringen von grell-orangenen Aufklebern an möglichst vielen öffentlichen Gebäuden und Geschäften, soll ein klares Zeichen für Toleranz und für Zivilcourage gesetzt werden. Der Aufkleber soll einem Menschen in Not zeigen, dass er hinter dieser Tür Hilfe bekommt.
Die Aktion Noteingang wurde im Jahre 2000 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet.
Zudem wird durch einen Fragebogen die Möglichkeit gegeben, das Stimmungsbild gegenüber Minderheiten in der eigenen Stadt bei den Bürgern abzufragen und später zu analysieren.
W.I.R. bestellten also aus Berlin das nötige Material und zogen mit einigen Aktivisten der W.I.R. und Unterstützern aus den Schulen in die Stadt, um möglichst viele Aufkleber an den (Geschäfts)mann zu bringen und natürlich zu erfahren, was auf unseren Fragebogen angekreuzt werden würde.
Zu unserer Verwunderung war es doch schwieriger, als wir dachten, die Aufkleber in den Geschäften anzubringen! 33.3% der befragten Geschäftsleute wollten ihn nicht aufkleben, da sie Angst vor Sachbeschädigung bzw. evtl. Gewalttaten hatten. 8,3% sahen keinen Sinn in der Aktion und ebensoviele fürchteten Kundenverlust. Etwas paradox dazu war der häufige Hinweis, es gäbe schließlich hier gar keine Neonazis und keine Übergriffe...
Es gab allerdings auch viele erfreuliche Momente und Gespräche, in denen Geschäftsleute den Aufkleber gerne und wie selbstverständlich anbrachten. 17% der Befragten gaben an, den Aufkleber anzubringen, weil sie allen potenziell Betroffenen zeigen wollen, dass ihnen im Notfall die Tür aufsteht.
21,8% wollten damit ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen und 16,2 Prozent gaben an, sie wollten so das Engagement der Aktivisten unterstützen.
Am Ende des Tages und mehr als 100 besuchten Geschäften, hatten W.I.R. in ca. 50% der Geschäfte unseren Aufkleber angebracht und Hinweise zum Umgang mit direkter Gewalt verteilt.
Im Vergleich zu den Kommunen Bergisch Gladbach und Kürten, wo die Aktion bereits durchgeführt wurde, muss die Wipperfürther Aktion schon erfolgreich bewertet werden.
Ganz bitter klingen allerdings verschiedene Aussagen einiger Geschäftsleute im Ohr. Man sollte sich schon die Frage stellen, warum z.B. aus Angst vor Kundenverlust die Aktion abgelehnt wurde. Ist es heute schon geschäftsschädigend, wenn man sich für Werte, wie Toleranz und Zivilcourage einsetzt? Ebenso paradox die Aussage, es gäbe hier schließlich keine Neonazis und Übergriffe, wenn man im nächsten Satz den Aufkleber ablehnt, weil man Sachbeschädigung fürchtet.
Schade auch, dass in den nächsten Tagen wieder viele der Aufkleber aus den Geschäften entfernt wurden.
W.I.R. werden in die Richtung weiterarbeiten, die Themen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit immer wieder in die Öffentlichkeit zu stellen!
Mit dieser Aktion ist das zumindest schon mal gelungen.
Info-Homepage
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