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Miteinander statt Gegeneinander
Demo und Kundgebung für Toleranz und ein besseres MiteinanderEnde November bis zum 20. April 2005

So Ende November ist die Klasse 10D(Realschule, 04/05) auf die Thematik „Toleranz“ und „Ausländerfeindlichkeit“ durch einen Mitschüler aufmerksam gemacht worden, der sich nicht mehr in der Schule wohl gefühlt hat. Was für die Schüler Grund genug war nach einer Lösung für solch ein Problem zu suchen, da auch ausländerfeindliche Übergriffe in der Schule mittlerweile zum Traurigen Alltag gehörten. Resultat der Suche war dann die Idee eine Demo zu Organisieren um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Ziel der Kundgebung sollte sein, dass auf Randgruppen, wie ausländische, behinderte und anders gläubige Mitmenschen, die nicht integriert werden, aufmerksam gemacht wird. Es sollte mit der Kundgebung unsere Mitmenschen zum Nachdenken und zu einem Miteinander animieren.
Schnell wurde die W.I.R. nach Unterstützung gefragt und schnell wurde diese der 10D zugesagt. Darauf hieß es dann für das Orgateam, welches sich innerhalb der Klasse gebildet hat, Organisieren, Organisieren und noch ein mal Organisieren.
Was sich aber mit der W.I.R., dem Verein für offene Jugend- und Jugendsozialarbeit, Wipperfürth e.V., dem Schulleiter der Realschule, der Klassenlehrerin der 10D und der Hauptschule, sowie dem Sankt Angela und mehr oder weniger dem EvB im Rücken nicht als all so dramatisch herausstellen sollte, aber dennoch für das Orgateam Stress genug war.
Aber wo dann auch das Programm mit allen Redner und allem Drum und Dran für die Abschluss Kundgebung stand, stand auch dem 20. April 2005 nichts mehr im Wege.
12:00 Uhr – Mühlenbergstadion:
Die ersten Ordner sind eingetroffen.
12:30 Uhr – Mühlenbergstadion:
Die ersten Demonstranten treffen ein und es will einfach kein Ende nehmen.
Letztendlich haben wir etwa 150m Laufbahn des Stadions mit Demonstranten besetzt. Nach unsern Schätzungen müssen dies über 1000 bis sogar 1500 Schüler, Schülerinnen und Mitmenschen gewesen sein!
13:00 Uhr – Los geht’s!
Etwa 1500 Demonstranten im Rekordtempo, mit Plakaten, wenig Pfeifen und ohne Sprechchöre den Mühlenberg runter, die Marielouise-Schröder Straße rein, weiter zur Unteren Straße in die Hochstraße auf den Marktplatz und das alles in legendären 20 Minuten oder auch weniger?
Weiter geht’s:
Die Menge wurde durch unsere beiden Moderatoren, welche zum Orgateam gehörten, begrüßt und die Band „Black Bones“ wurde zu ihrem ersten Auftritt auf die Bühne geholt. Weiter hat ein Orgateam Mitglied mit der ersten Rede des Tages sein bestes gegeben und hat das Mikrofon an den Schulleiter der Realschule Wipperfürth, Herrn Keferstein, weiter geben. Nach dieser Rede übergab die Moderation die Aufmerksamkeit dem Tanztheater der Realschule Wipperfürth. Weiter wurde Mirza Atug das Wort überlassen, in welchem er seine Gedanken über Integration und Toleranz zusammengefasst hat. Direkt im Anschluss haben zwei Mitschülerinnen ein Gedicht von einem Lehrer einer Wipperfürther Schule vorgetragen. Wonach zwei orientalische Trommler die Bühne und das Publikum für sich erobert haben. Nun war dann auch die Zeit für Daniel gekommen, der die W.I.R. auf der Kundgebung repräsentiert sollte und die Demo als wahrscheinlich größte politische Aktion in der Geschichte von Wipperfürth angepriesen hat!
Nach dem Daniel seine Rede beendet hat, war unser Herr Bürgermeister an der Reihe, nur wo war dieser? Nach dem dieser offensichtlich seinen Namen gehört hat, kam er aus dem Rathaus und ist mit einem beeindruckenden Sprung auf den LKW gesprungen, nur ist das Knie dann leider doch noch gegen diese doofe Kante am LKW gestoßen. Was für ein Dreck! ;-)
Aber auch unser Herr Bürgermeister hat seine Rede noch vor der Restmenge, welche noch bis zum Schluss verblieben ist, gehalten. Weiter wurde das Mikro an den Landtagsabgeordneten Peter Biesenbach gegeben, der dann insgesamt 50 Schüler(innen) in den Landtag eingeladen hat. Hier nach durfte auch noch einmal die Band „Black Bones“ ans Werk um die Kundgebung langsam aber sicher ausklingen zu lassen. Das Schlusswort wurde dann durch die Moderation an Frau Mahler übergeben. Nach etwa einer Stunde ging dann auch der letzte Teil der Kundgebung zu Ende.
Alles drum herum:
Es war nicht nur so, dass das ganze Programm auf der Bühne statt gefunden hat! Nein, der Andolu Grill, aus der Marktstraße, hat sich bereit erklärt auch für das leibliche Wohl unserer Demonstranten zu sorgen und hat Döner zum Sonderpreis verkauft. Auch das Jugendzentrum hat da ein Stück zu beigetragen und hat den Verkauf der Getränke übernommen. Die W.I.R. hat sich nicht die Chance nehmen lassen einen Stand aufzubauen und hat noch für weitere Informationen rund um die W.I.R. verbreitet. Auch die Presse hat sich sehen lassen. Die Reporter von Radio Berg haben uns schon vom Mühlenbergstadion an begleitet, der Reporter und der Fotograf der BLZ sind auf dem Marktplatz zu uns gestoßen.
Schlusswort:
Alles in allem eine gelungene Aktion, auch wenn die Schüler von Minute zu Minute immer weniger worden. Die Demo hat bewiesen, das die Zusammenarbeit zwischen 3 ½ Wipperfürther Schulen, der W.I.R. und dem Verein für offene Jugend- und Jugendsozialarbeit, Wipperfürth e.V. wunderbar funktionieren kann und das es nicht nur Jugendliche gibt, die auf dem ihrem faulen Hintern sitzen, es sondern auch solche gibt die den Mund aufmachen. *Prost* ;-)
Hier könnt ihr euch eine Videoclip der Kundgebung anschaun, welches der Michael, vom Jugendzentrum, zusammengeschnitten hat.
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