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Demo gegen Kürzungen

UnterstützerDEMO für die VOLKSINITIATIVE - Keine Schließungen von Jugendzentren!
Am 18 Januar 2004 veranstaltete die W.I.R. zusammen mit dem Verein für offene Jugend- und Jugendsozialarbeit eine Demonstration für den Erhalt von Jugendzentren. Zu diesem Zeitpunkt standen im gesamten Landesgebiet starke Kürzungen an, die viele Jugendeinrichtungen vor das endgültige Aus gestellt hätten.
Um dies zu verhindern wurde die VOLKSINITIATIVE ins Leben gerufen. Insgesamt waren 66.000 Unterschriften nötig, damit sich der Landtag in Düsseldorf nochmal gründlich mit dem Thema beschäftigen musste. Wichtig also, möglichst viele Menschen zu mobilisieren, die dann in den Rathäusern ihre Unterschrift abgeben sollten.
Um in Wipperfürth zumindest das Soll (105 Unterschriften) zu erreichen, organisierten wir also die Demo, um etwas mehr Öffentlichkeit auf die Unterschriftenaktion zu lenken, die bisher gerade mal knapp 50 Leute unterstützt hatten.
Zudem wollten W.I.R. klar machen, dass Einsparungen im Jugendsozialbereich das Klima einer ganzen Stadt verändern können. Nämlich dann, wenn die Jugendlichen, die sonst die Freizeit im JuZe verbracht hätten und dort betreut werden, auf einmal auf der Straße sitzen, dort auffällig werden und letztlich die Schuld dafür zugeschoben bekommen, dass sie nichts mit sich anzufangen wissen.
Jugendkultur braucht Raum und Zukunft und das sollte lautstark auf die Straße getragen werden.
Wie die Demo dann ablief war schon sehr enttäuschend. Unser großes Tranparent mit der Aufschrift "W.I.R. bewegen Jugendkultur" vorneweg, versammelten sich dahinter etwa 50 Leute, hauptsächlich Jugendliche und Eltern mit Kinder (immerhin das ist sehr positiv). So können wir zumindest behaupten, dass wegen uns paar Mann die Straßen gesperrt wurden und das es somit noch was sehr geiles hatte. Ein paar Mal in die Trillerpfeife blasen und Sprechchöre anstimmen und dann warn wir auch schon am Rathaus, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Radio Berg war vor Ort und die örtliche Presse.
Insofern ein netter Spaziergang mit dem Effekt, dass am nächsten Tag über die Aktion im Radio und der Zeitung berichtet wurde.
Die Berichterstattung dürfte mit dazu beigetragen haben, dass vor Ende der Frist doch noch über 100 Unterschriften im Rathaus geleistet wurden.
Im Vergleich zu den anderen Städten in Oberberg ein Spitzenplatz in der Gesamtwertung.
Die VOLKSINITIATIVE hatt übrigens bundesweit Erfolg und konnte viel mehr Unterschriften vorweisen, als gebraucht wurden. Und unsere waren dabei!
Wir gehen in die Geschichte ein, als kleinste Demo In Wipperfürth. Das hat was.
Das Wipperfürth auch was kann, zeigt die Demo "miteinander statt gegeneinander" . Aber das hört ihr dann in der nächsten Folge ;-)

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